Media-Lexikon Radio

  • AE-Provison
    Als AE-Provison bezeichnet man die Agentur-Provision, die von den Medien an die Agentur für vermittelte Aufträge gewährt wird. Sie beträgt in der Regel 15% des Kunden-Nettos.
  • Affinität / Affinitätsindex
    Als Affinität bezeichnet man die Zielgruppenübereinstimmung eines Mediums. Der Affinitätsindex gibt an wie hoch der Zielgruppenanteil eines Mediums im Vergleich zum Zielgruppenanteil an der Gesamtbevölkerung ist. Dabei wird der Anteil an der Gesamtbevölkerung gleich 100 gesetzt. Beispiel: 45,6% der Hörer von planet radio sind zwischen 14-29 Jahren alt, in der Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert bei 20,4% (= 100), planet radio hat in dieser Zielgruppe einen Affinitätsindex von 224, ist also sehr zielgruppenaffin.
  • ag.ma
    Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse ist ein Zusammenschluss von Werbungtreibenden, Agenturen und Medien. Die ag.ma führt die Media-Analyse (MA) für Publikumszeitschriften, Tageszeitungen und Hörfunk durch. Die in der ma ausgewiesenen Reichweiten gelten als Währung für diese drei Gattungen.
  • Brutto-Reichweite / Brutto-Kontakte
    Mit Brutto-Reichweite bezeichnet man die Summe aller Kontakte mit einem Medium oder einer Kampagne. Hierbei werden Mehrfachkontakte mitgezählt. Aus der Brutto-Reichweite ist nicht ersichtlich, wie oft ein und dieselbe Person erreicht wurde.
  • Crossmedia
    Als Crossmedia bezeichnet man die Ansprache der Zielgruppe über mehrere Kommunikationskanäle bzw. über mehrere Medien. Idealerweise werden die unterschiedlichen Kanäle aufeinander abgestimmt, so dass Synergie Effekte optimal genutzt werden können. Eine Crossmedia-Kampagne kann beispielsweise ein klassische Radiokampagne plus Online sein.
  • Durchschnittskontakte
    Der Durchschnittskontakt bildet ab, wie oft eine Person der Zielgruppe durchschnittlich Kontakt mit dem Werbemittel hatte.
  • GRP (Gross Rating Point)
    Der GRP kann auch als Brutto-Reichweite in Prozent bezeichnet werden und bildet die Stärke des Werbedrucks ab. Man kann den GRP errechnen, in dem man die Nettoreichweite in % mit den Durchschnittskontakten multipliziert. Wenn der GRP für eine regionale Kampagne ausgewiesen wird, sollte man darauf achten, dass die Zielgruppe auf ein Gebiet, z.B. Hessen, eingegrenzt wird. 
  • Hördauer
    Die Hördauer eines Programmes gibt an, wie lange der Durchschnitt der Bevölkerung das Programm an einem Tag hört.
  • Hörer gestern
    Als Hörer gestern werden alle Personen bezeichnet, die im Tagesablauf mindestens 15 Minuten lang ein bestimmtes Radioprogramm gehört haben. Die Hörer gestern Daten sind Originärdaten vor Ermittlung der Nutzungswahrscheinlichkeiten und können deswegen nur für vergangenheitsbezogene Aussagen, nicht für Planungen herangezogen werden.
  • Hörer pro Tag (HpT)
    Der Hörer pro Tag bildet die kumulierte Nettoreichweite aller Stunden mit Werbung eines Tages (5-24 Uhr) ab. Würde man alle werbeführenden Stunden eines Senders einmal belegen entspricht die Gesamtreichweite dem Hörer pro Tag.
  • Hörer pro Ø-Stunde
    Der Hörer pro (durchschnittlicher) Stunde ist die Reichweite für alle Stunden mit Werbung zwischen 6.00 und 18.00 Uhr.
  • IVW (Radio)
    Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.. Die IVW prüft, kontrolliert und dokumentiert die Verbreitung von Werbeträgern, z.B. Tageszeitungen, Radio, Online, Kino. Die IVW-Kontrolle der Radiowerbung erfolgt mittels Überprüfung der Disposition von Radiospots und Sponsortrailern.
  • Landesmediengesetz
    Die Landesmediengesetze dienen der gesetzlichen Regelung des Privatfunks und sind in Deutschland Ländersache. Das heißt, in verschiedenen Bundesländern gelten verschiedene Landesmediengesetze. Aus diesem Grund gibt es z.B. in manchen Bundesländern, z.B. Hessen, nur landesweite Radiosender, während in anderen Ländern Sender bis auf Kreisebene zulässig sind.
  • Media Analyse (ma)
    Die Media-Analyse (ma) für Publikumszeitschriften, Tageszeitungen und Hörfunk wird von der agma durchgeführt. Die in der ma ausgewiesenen Reichweiten gelten als Währung für diese drei Gattungen. Die ma Radio erscheint zweimal jährlich und die darin veröffentlichen Leistungswerte basieren auf ca. 64.000 geführten Telefon-Interviews. Diese Interviews werden von fünf verschiedenen Marktforschungsinstituten in ganz Deutschland durchgeführt. Die Stichprobe, welche Telefonnummern angerufen werden, erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Die Interviews (Fälle) werden so gewichtet, dass sie die Struktur der Gesamtbevölkerung repräsentieren.
  • Marktanteil
    Der Marktanteil eines Senders basiert auf der Hördauer und gibt an, welchen Anteil die Hördauer eines Senders an der Hördauer aller Sender hat. Beispiel: Liegt der Marktanteil von HIT RADIO FFH in Hessen bei 35%, bedeutet das, dass 35% aller in Hessen gehörten Radiominuten auf HIT RADIO FFH entfallen.
  • Netto-Reichweite
    Die Netto-Reichweite ist die Anzahl der Personen, die durch einen Werbeträger oder eine Kampagne mindestens einmal erreicht werden. In der Netto-Reichweite sind mehrfache Kontakte nicht berücksichtigt.
  • Overspill
    Als Overspill bezeichnet man die Reichweite, die außerhalb eines definierten Gebietes oder einer definierten Zielgruppe on top erzielt wird.
  • p-Werte
    Als p-Werte bezeichnet man die Nutzungswahrscheinlichkeit, mit der eine Person, zu einer bestimmten Sendestunde mit einem Programm Kontakt hat.
  • Radio Xpert
    Radio Xpert ist ein Planungsprogramm der Radiobranche und ermöglicht die professionelle Planung von Radiokampagnen. Radio Xpert wird von der RMS und AS&S beauftragt und wird von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern sowie Agenturen verwendet.
  • Rangreihe
    Eine Rangreihe bildet die Leistungswerte eines oder mehrerer Werbeträger mit den Kriterien Preis, Reichweite (brutto/netto), TKP und Affinitätsindex ab und ermöglicht die Selektion von Werbeträgern oder Einzelstunden.
  • Regionalisierung
    Als Regionalisierung wird die Ausstrahlung von Werbung nur für eine bestimmte Region bezeichnet. Ob eine Regionalisierung gestattet ist, wird vom jeweiligen Landesmediengesetz geregelt. In Hessen ist eine Regionalisierung derzeit nicht zulässig, so dass Werbung bei allen Radiosendern in Hessen landesweit ausgestrahlt werden muss.
  • Tagesreichweite
    Zur Tagesreichweite zählen alle Personen, die an einem Tag mindestens eine Viertelstunde lang den Sender gehört haben.
  • TKP (Tausender-Kontakt-Preis)
    Der TKP bildet das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Senders oder einer Kampagne ab. Mit dem TKP wird der Preis für tausend Kontakte dargestellt, je niedriger dieser ist, desto wirtschaftlicher das Angebot. Berechnungsbeispiel TKP: Kosten 8.000 Euro bei 7,5 Mio. Bruttokontakten (8.000/7.500) = 1,07 € TKP.
  • Verweildauer
    Die Verweildauer eines Programmes gibt an, wie lange die Hörer eines Sender durchschnittlich im Programm verweilen.
  • VUMA Verbrauchs- und Medienanalyse.
    Die VUMA wird im Auftrag von ARD Werbung, ZDF Werbefernsehen und RMS (Radio Marketing Service) durchgeführt. Die VUMA bildet Konsumdaten und Einstellungen ab und ermöglicht eine zielgruppenorientierte Fernseh- und Hörfunkplanung.
  • Weitester Hörerkreis (WHK)
    Zum Weitesten Hörerkreis eines Programms zählen alle Personen, die im MA-Interview angeben, dieses Programm innerhalb der letzten 14 Tage gehört zu haben.
  • 2er-/3er-Index
    Der 2er- bzw. 3er-Index ist ein Bewertungskriterium für die Radioplanung und fasst folgende Facts zusammen: 2er-Index: Reichweite und TKP 3er-Index: Reichweite, TKP und Affinität.

Media-Lexikon Online

  • AGOF
    Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) ist ein Zusammenschluss der führenden Online-Vermarkter in Deutschland. Mit ihrer standardisierten Online-Reichweitenwährung sowie umfassenden Daten rund um die Online-Nutzung macht die AGOF das Internet zum transparenten und planbaren Werbeträger. 2002 gegründet von den führenden deutschen Online-Vermarktern und -Werbeträgern.
    • vergleichbar mit der VUMA im Radio
    • erscheint vierteljährlich
    • erhoben werden Deutsche ab 14 Jahre, ca. 165.000 Fälle
    • Methode: Multi-Methodenmodell auf Basis einer technischen Messung (Tracking), einer OnSite-Befragung und einer bevölkerungsrepräsentativen CATI-Erhebung
    • Enthaltene Merkmale: Die internet facts liefert für die einzelnen Angebote Reichweiten, Kontakte, Soziodemografische Daten der Nutzer und Qualifizierungsdaten (Psychografische Daten / Einstellungen/Marktinformationen)
  • Aggregatoren
    Sogenannte Radio Aggregatoren wie radioplayer.de oder radio.de bündeln verschiedene Radioangebote und ermöglichen im großen Angebot der Webradios bessere Orientierung, Auswahl und einfacheren Zugriff für die User im Netz.
  • AIs = AdImpressions
    Einzelne Aufrufe von Werbemitteln auf einem AdServer. Sie repräsentieren den Sichtkontakt des Benutzers mit einer Online-Werbung. Ein Beispiel: auf der FFH Homepage kann ein Nutzer ein PageImpression generieren, aber 3 AdImpressions: weil Superbanner, Medium Rectangle und Skyscraper jeweils als ein AdImpression zählen.
  • Fallback-Datei
    Ist ein .gif oder .jpg und wird immer benötigt, wenn flash-animierte Dateien als Werbemittel angeliefert werden. So ist sichergestellt, dass auch User, die keine animierten Werbemittel sehen können, ebenfalls das Banner korrekt angezeigt bekommen. (Bsp. jemand surft mit dem iPhone auf FFH.de)
  • Frequency-Capping
    Das Frequency Capping begrenzt die Zahl der Sichtkontakte, die ein User auf ein Werbemittel haben kann. So wird verhindert, dass ein häufiger Besucher einer Website ein und dasselbe Werbemittel sehr sehr häufig sieht.
  • Geotargeting
    Beim Geotargeting wird das Online-Werbemittel nur an Nutzer einer gewünschten Region ausgeliefert. Die Selektion erfolgt anhand der IP-Adressen.
  • Google Analytics
    Google Analytics ist eine Software für Webanalysen. Mit Google Analytics können Zugriffe auf Websites gemessen und dokumentiert werden.
  • IVW (Online)
    Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.. Die IVW prüft, kontrolliert und dokumentiert die Verbreitung von Werbeträgern, z.B. Tageszeitungen, Radio, Online, Kino. Die IVW-Kontrolle von Online-Medien erfolgt zum einen durch die Überwachung der technischen Angebotsstrukturen. Zum anderen beaufsichtigt die IVW die Messung des von Nutzern verursachten Datenverkehrs auf den der Kontrolle angeschlossenen Online-Werbeträger. Die IVW-Online-Zahlen werden pro Homepage ausgewiesen und noch mal als Gesamtserver.
  • Klickrate
    Die Klickrate bildet ab, wie viele der Betrachter eines Werbemittels dieses auch angeklickt haben. Die Klickrate wird nach der Formel Klicks/AdImpressions = xy % berechnet.
  • ma IP Audio
    Mit der ma IP Audio der Arbeitsgemeinschafts Media Analyse wird die Webradionutzung gemessen und veröffentlicht. Die ma IP Audio erscheint vier mal jährlich und bildet die Sessions, also die Klicks auf das Webradio-Angebot eines Senders sowie die durchschnittliche Nutzungsdauer ab. Berücksichtigt werden alle digitalen Ausspielungswege, von Smartphone über PC, Tablet bis zu WLAN-Radios. 
  • On demand Radios
    Musik-Streamings, die individualisierbar sind, z.B. durch direkte Titelauswahl.
  • PIs = PageImpressions
    Oder auch deutsch: Seitenaufrufe (Vergleichbar mit der Radio Bruttoreichweite) Eine PageImpression ist eine Nutzeraktion innerhalb eines Angebots, die zum Aufruf eines Werbemittels führt oder führen könnte. PageImpressions sind ein wichtiges Maß zur Bewertung der Reichweite von Werbemaßnahmen im Internet. Der Besucher erzeugt bei wiederholten Besuchen der Website auch jedes Mal wieder neue PageImpressions.
  • Reporting
    Bei einer Online-Buchung erhalten Sie nach der Kampagne ein Reporting, das die Leistungswerte Ihrer Online-Kampagne abbildet. Dieses enthält Angaben zu Zeitraum, Website, AdImpressions und Klickraten.
  • Screenshot
    Ein Screenshot ist ein "Foto" Ihres Online Werbemittel auf der gebuchten Website.
  • Seitenaufrufe (Apps)
    Die Seitenaufrufe für mobile Angebote (Apps) sind vergleichbar mit den PageImpressions und bilden ab, wie oft die Seiten des Angebots aufgerufen wurden.
  • Simulcasts
    Im Internet übertragene Livestreams bekannter UKW-Radioprogramme.
  • Umfeldtargeting
    Beim Umfeldtargeting wird das Online-Werbemittel nur auf den Seiten mit dem gewünschten Umfeld ausgeliefert, z.B. thematisch selektiert. Möglich wäre z.B. Sportumfeld, Musikumfeld usw.
  • Unique User 
    Oder auch deutsch: Einzel-Nutzer (Vergleichbar mit der Radio Nettoreichweite) Person, die innerhalb des Erhebungszeitraums auf den Seiten der Radio/Tele FFH mindestens eine PageImpression ausgelöst hat, also wie viele Nutzer unsere Webseiten in einer bestimmten Zeit hatte. Ruft ein Nutzer mehrere Seiten auf, wird er nur einmal gezählt.
  • User generated Radio
    Radioprogramme, die von Internetnutzern, z.B. DJs, generiert werden.
  • Web Only Radios / Webcasts
    Radioprogramme, die ausschließlich im Internet übertragen werden.
  • Visit
    Ein Visit ist ein Besuch auf einer Website, bei dem mehrere Unterseiten aufgerufen werden können. Ein Visit bezeichnet also einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang. Ein Visit beginnt, wenn ein Nutzer innerhalb eines Angebotes eine PageImpression erzeugt. Jede weitere PageImpression, die der Nutzer im Folgenden innerhalb des Angebotes erzeugt, wird diesem Visit zugeordnet. Ein Visit wird mit Hilfe eines Cookies oder Idents ermittelt.

 

 

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